Wednesday, January 25

sleepless nights

In der Nacht von Sonntag auf Gestern
00:30Uhr Ich trinke vorsorglich einen Schlaf- und Nerventee, gehe meiner allabendlichen Pflegeroutine nach und lese ein weiteres Kapitel in Jane Austins 'Pride and Prejudice'. Müde bin ich zwar nicht, aber ich lege mich trotzdem in mein Bett. Inzwischen ist eine halbe Stunde vergangen und in fünf Stunden muss ich immerhin wieder aufstehen. 
01:38Uhr Ich drehe mich im Bett herum und hänge gezwungenermaßen meinen Gedanken nach. Jetzt, wo alles dunkel und still ist, kann ich ihnen nicht mehr entkommen: Sie sind laut, sie schreien förmlich, überschlagen sich und treiben mich regelrecht in den Wahnsinn, denn es sind immer wieder dieselben Gedanken, Hoffnungen und Ängste, die mich beschäftigen. Zu Ergebnissen komme ich nicht, ich drehe mich immer und immer wieder im Kreis.
02:14Uhr Spätestens jetzt schleicht sich eine leichte Panik vor dem nächsten Tag an. In dreieinhalb Stunden wird der Wecker los gehen und ich frage mich, wie ich durch den Tag kommen soll, wie ich den ätzenden Schulaltag überstehen soll. 
03:20Uhr Ich habe mich damit arrangiert, dass ich diese Nacht wohl nicht mehr schlafen werde, begebe mich in die Küche, wo ich mir einen weiteren Schlaf- und Nerventee koche, plündere den Kühlschrank, klicke mich durch verschiedene Tumblr Blogs und mache aus Langeweile dämliche Psychotests mit noch dämlicheren Ergebnissen. 
04:05Uhr Auch die Tests halten mich nicht mehr bei Laune und es sind nicht mal mehr zwei Stunden! In der Hoffnung, dass sich auf Grund des Schlaf- und Nerventees Nummer zwei ein Placebo-Effekt einstellt, lege ich mich wieder in mein Bett. 
05:45Uhr Der Wecker klingelt - ich hätte ihn nicht gebraucht. Es kostet mich wahnsinnige Überwindung aufzustehen. Alles in mir sträubt sich dagegen, am liebsten würde ich für immer in meinem warmen Bett liegen bleiben. Der erste Blick in den Spiegel bestätigt mir, dass ich das auch besser getan hätte. Meine Augen sind klein und brennen und ich bin dem Erfinder von Concealer aufrichtig dankbar. Nachdem ich das 'Schminkprozedere' (meistens benannter Concealer und Wimperntusche) hinter mich gebracht, geduscht, mein Müsli gegessen, meinen Tee getrunken habe und nur das aller nötigste (Essen!) in meine Tasche gestopft habe, renne ich zur Bushaltestelle und hoffe insgeheim, dass ich den Bus nicht mehr bekomme.

In der Nacht von Gestern auf Heute
03:11Uhr Ich beende meinen ersten persönlicheren Post, der mir normalerweise viel zu persönlich gewesen wäre und hoffe, dass mir diese Nacht noch ein bisschen Schlaf gegönnt ist und dass es euch nicht so geht wie mir. Falls das doch der Fall sein sollte, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet.

Bild via tumblr


15 comments:

Federleicht said...

mir geht es zur zeit genau so! ich versuche dann noch eni wenig zu lesen, schmeise eine dvd rein, gucke eine folge meiner lieblingsserien oder höre ein hörspiel. wenn ich merke, dass das nichts mehr wird versuche ich mich nicht verrückt zu machen. der näöchste tag wird dann mit kaffee erträglich gemacht! aber bloß nicht am nachmittag schlafen. sonst klappts am abend eh wieder nicht. ;)

ich mag den persönlichen post! :)

liebe grüße

Anonymous said...

du sprichst mir aus der seele.
genau das slebse problem hatte ich auch über einen längeren zeitraum hinweg.
mein persönlicher tipp:
mach abends so um acht nocheinmla richtig 30min intensiv sport !
und lieber ein buch lesen, kein computer und fernseh. gedanken aufschreiben, damit man sie wenigstens ein bisschen los bekommt.

liebe grüße luu

Jenny said...

Letzte Woche hatte ich ebenfalls eine dieser Nächte.. nur dass bei mir dann noch eine Flut aus Tränen dazu kamen und ich am nächsten Tag nicht zur Schule gegangen bin und ich dadurch einem Deutschvortrag entrinnen konnte.
Ich hasse diese Nächte !

Celina said...

Ich habe genau das gleiche. Nur dass ich meinen Grund ganz genau kenne, ich weiß, dass es sich die nächsten drei Wochen nicht ändern wird und dass ich immer wieder nächtelang meinen Gedanken nachhängen muss.

Einen wirklich tollen Tip habe ich nicht, eigentlich mache ich genau das gleiche wie du...Kaffee trinken und auf die nächste Nacht hoffen.

julié said...

das hört sich gar nicht gut an, mavie. hört sich eher danach an, als hättest du viele probleme. :(

Alexx said...

So gehts mir manchmal auch, leider hab ich auch keine Lösung :(

Nika said...

kenn ich nur zu gut :(

Dinah said...

Ich habe auch manchmal solche Phasen in denen ich einfach nicht schlafen kann. Vorallem dann, wenn mir viel zu viele Gedanken durch den Kopf gehen. Mittlerweile habe ich aber einen Weg gefunden, schneller einzuschlafen...ich versuche einfach meinen Kopf von Gedanken zu befreien und an nichts zu denken. Mag zwar manchmal schwer sein, aber es klappt doch öfters als gedacht. Liebe Grüße und hoffentlich mehr schlafreiche Nächte, Dinah

Benjamine said...

dein neuer stil gefällt mir richtig richtig gut ! ich freue mich schon total auf posts dieser art, die diesem folgen ♥

Sabrina ♥ Chérie said...

Oh sowas in der Art kenne ich... zum verzweifeln

Schau doch mal bei mir vorbei, ich habe übrigens eine Blogvorstellung laufen.

xoxo * C'est la vie, chérie *

Anonymous said...

Mir geht es genau so.. jede Nacht das gleiche. Alle Gedanken, die ich mir den ganzen Tag aus dem Kopf gestrichen habe sind wieder da. Ich muss mich damit beschäftigen, obwohl ich das gar nicht will. Es ist ätzend ich will nur noch in meine Träume flüchten aber kann nicht. Damit meine Gedanken abgelenkt sind höre ich Musik aber auch diese bringt meistens nichts, da sie mich nur noch an meine Probleme, Sorgen und Angste erinnert. In solchen Momenten nehme ich meinen Laptop hervor und beginne einfach darauf loszuschreiben. Ohne Strich und Komma einfach frei aus dem Herz heraus. Meistens ist dies so befreiend, dass ich danach erschöfpft aber erleichtert einschlafen kann.

Irène said...

oh, das kenne ich... :/ aber frische luft oder honigmilch ist irgendwie beruhigend. und ein notizbuch.
<3

Dachboden said...

ich hatte das auch mal 'ne zeit lang richtig heftig, vielleicht 2 stunden schlaf pro nacht, ich KONNTE einfach nicht einschlafen, trotz baldriparan und schlaf-tee. aber nach 2-3 wochen hat sich das ganze glücklicherweise von allein gelegt.
bei mir hilft lesen im bett auf jeden fall besser als noch spät am pc zu sein, davon werde ich eher sehr wach.
gute besserung, oder wie man das nennen kann!

Nadine said...

1. Geh am Abend nochmal für 15 Minuten um den Block spazieren, und leg dich danach in die schöne heiße Badewanne - am besten mit Lavendelöl. Wenn du keine Wanne hast, dann geh schön lange warm Duschen.
2. Gönn dir eine heiße Milch mit Honig. Forscher haben mittlerweile sogar erwiesen das die Kombi aus Milch + Süßem den Körper schläfrig macht. Zudem wurde auch festgestellt das der Körper besser/schneller entspannt und einschläft, wenn man warme Füße hat (also: warme Socken, Heizdecke oder Wärmflasche).
3. Wenn dich schon vor dem Schlafengehen Gedanken plagen, dann schreib sie dir von der Seele. Wenn das in einem öffentlichen Blog nicht geht (wär verständlich), dann kauf dir ein leeres Buch und mach das handschriftlich. Du brauchst so zwar länger zum schreiben aber danach wirst du erleichtert sein weil du dich mal "ausgekotzt" hast, und du wirst erschöpft sein, weil so viel Schreiben ja auch Konzentration braucht und einem (nach einigen Seiten) meistens die Finger ganz schön weh tun ;).
4. Erkläre dein Bett zur "Böse-Gedanken-Freien-Zone". Jedes mal wenn du im Bett liegst und dich erwischst wie du dich wiedermal mit deinen (vermutlich meist negativen) Gedanken im Kreis drehst, mach dir bewusst, dass du damit NICHTS erreichst. Es bringt nichts. Jedes mal wenn du dich also ertappst, sag ganz bewusst "HALT STOPP - JETZT IST GUT - DAS BRINGT DIR DOCH GRAD NIX". Wiederhole das immer und immer wieder!! Irgendwann schaffst du es dann, deine schlechten Gedanken konsequent zu verbannen. Übung macht den Meister - bei mir funktionierts mittlerweile.

Nadine said...

5. Mach dir bewusst, wie gut es dir geht. Mach nicht den Fehler das du den ganzen negativen Dingen und Ängsten in deinem Leben deine Aufmerksamkeit schenkst. Viele Schlafstörungen haben zum Großteil etwas mit der Psyche zu tun. Da hilft kein Nerventee, da musst du versuchen, dein Gedankenmodell umzubauen! Versuche bewusst (im Alltag, als auch im Bett) NUR den positiven Dingen und Gedanken Beachtung zu schenken. Die negativen Gedanken und Ängste, werden ab heute ignoriert. Wenn du das länger durchziehst (ein paar Wochen sagen wir), dann wirst du merken, dass sich dein Kopf von selbst umstellt, und du von ganz alleine lange nicht mehr so oft an die ganzen negativen Sachen denken musst... am Anfang musst du halt konsequent sein, da du es dir ja scheinbar angewohnt hast, besonders die negativen Sachen und Gedanken besonders zu beachten und zu "bedenken". Kein Mensch wird JEMALS glücklich werden, wenn er den negativen Aspekten in seinem Leben mehr Beachtung schenkt, als den positiven Dingen, die wir leider allzu gerne übersehen.
6. Mach dir auch nochmal besonders klar, wie gut es dir eigentlich geht. Es gibt Menschen auf der Welt, die wären froh, weenn sie sich überhaupt in ein Bett wie du es hast legen könnten, oder mal zu einem Kühlschrank zum Ausplündern gehen zu können. Wir haben hier in Deutschland so viel Wohlstand und schöne Sachen um uns herum, das wir sie schon gar nicht mehr bemerken und merken, wie gut es uns eigentlich geht! Allein in der Ukraine sind in den letzten Tagen 63 Menschen erfroren, weil sie nicht mal ein warmes Zuhause haben.
Mach dir auch bewusst, das du in deiner Situation nicht alleine bist. Wer weiß wie viele Mädchen sich genau in diesem Moment genauso gedankenverwirrt und schlaflos in ihrem Bett wälzen? Der Gedanke nicht alleine zu sein ist tröstend.
7. Tu dir Gutes. Gerade wenn es einem nicht so toll geht, sollte man sich verwöhnen. Sei es mit leckerem Essen, einem Beautyabend, einem Dvd-Abend mit nostalgischen Kinderfilmen von Früher, alles was du magst und dir Freude bereitet! Du solltest versuchen JEDEN TAG etwas zu tun, das dir Spaß macht und Freude/Zufriedenheit in diesen Tag bringt. Und seien es nur kleine Sachen, wie z.B. das leckere Muffin vom Coffeeshop gegenüber, an das man schon den ganzen Vormittag denkt.
^^ seit ich so lebe, gehts mir besser denn je. Klar hab ich auch Probleme - aber ich kann jetzt anders - besser - damit umgehen. Mittlerweile schlafe ich in nicht mal 5 Minuten ein. Sei es in der Tram, im Auto, in der Sbahn, auf dem Boden, auf der Couch oder im Bett ;). Am Anfang muss man natürlich üben, aber mittlerweile hab ich das so verinnerlicht, das es mir oft gar nicht mehr auffällt. Es gehört halt (leider) ein bisschen mehr dazu als Nerventee zu trinken, aber glaub mir, wenn dus wirklcih versuchst und dem ganzen eine Chance gibst, dann wirst du nicht nur einen erholsamen Schlaf, sondern ein schöneres Leben haben. Klingt doof, ist aber so :).

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